Befreiungsschlag für Handballerinnen

Nach zuletzt zwei Niederlagen gelingt der Spielgemeinschaft Rümlang/Unterstrass (SG R/U) eine Reaktion. Das Team überzeugt beim 26:21-Heimsieg über Volketswil/Dübendorf.

Gleich in der Startphase signalisierte das Heimteam viel Durchsetzungswille und Konzentration. Am Kreis setzte sich Helena Tronnier gleich mehrfach in Szene. Die neu zur Spielgemeinschaft gestossene Deutsche ackerte auch in der Abwehr für zwei und war an der 8:6-Zwischenführung wesentlich mitbeteiligt. Dann zog der Gegner sein Time-Out und konnte den Schwung der Rümlangerinnen deutlich bremsen. Im Angriff häuften sich die übereifrigen Abschlüsse, mit Ausnahme von Julia Bitterlis Schlagwurf zum 9:9-Ausgleich blieb die Distanzwurffraktion sehr unauffällig, und in der Abwehr bot man den laufstarken und zweikampffreudigen Kontrahentinnen nicht vehement genug Paroli. Der 11:14-Pausenrückstand war nicht zuletzt der fehlenden Cleverness geschuldet.

Abwehrzentrum aus Beton

Bei Wiederanpfiff profitierte die Truppe von Co-Trainerin Schütterle von einer Zeitstrafe. Zügig konnte dadurch der Anschlusstreffer bejubelt werden. ‚Wir reduzierten nach dem Seitenwechsel unsere Fehlerzahl frappant‘, Torhüterin Svenja Huber reihte Parade an Parade‘, erklärte Schütterle die Schlüsselmomente hinterher. Tatsächlich halbierten die Rümlangerinnen die Gegentreffer; insbesondere weil im Abwehrzentrum kein Durchkommen mehr war und Volketswil von den Aussenpositionen reihenweise an der starken Huber scheiterte.

Schulers Stängeli

Nach zweit Dritteln übernahm Rümlang/Unterstrass dann das Spieldiktat. Gegen die phasenweise etwas offenere Deckung behielt man die Nerven und fand wiederholt spielerische Lösungen – auch dank Spielmacherin Sophia Schuler. Die 23-Jährige gefiel zunächst als Vorbereiterin, trat zusehends in den Abschluss und lief richtiggehend heiss. Eiskalt vom 7-Meter-Punkt, präzise aus der Distanz und mit Überzeugung nach Durchbrüchen.

Wieder auf Kurs

Mit nunmehr 5 Punkten aus ebenso vielen Partien hat die Mannschaft den Anschluss zu Platz zwei geschafft. Ob es zu diesem zweiten Rang reicht, wird allenfalls erst das Direktduell gegen Fides St. Gallen in der allerletzten Runde vor Weihnachten zeigen.