Trainingslager der Laufgruppe in Tschagguns 2017

Im diesjährigen Trainingslager der Laufgruppe in Tschagguns kam neben intensiven Trainingseinheiten auch der kulinarische Genuss nicht zu kurz.

Bericht: Johannes Bartsch

Wir trafen uns wie jedes Jahr bei der Sportanlage im Sihlhölzli. Nachdem wir alle anwesenden begrüsst und bestaunt hatten, was manche für drei Tage an Gepäck dabei haben, fuhren wir los.

Nach einer lustigen, sehr unterhaltsamen Autofahrt mit Frank Eisenlohr und Susanne Tesch kamen wir am Vormittag in Tschagguns an. Einige nahmen es noch sportlicher als wir und stiegen auf ihre Rennvelos. Sie kamen dann etwas später am Nachmittag in Tschagguns im Hotel Cresta an. Inzwischen verspürten die anderen, die schon eingetroffen waren, etwas Hunger und freuten sich wie immer auf ein feines Schnitzel vom Milchkalb mit Preiselbeeren und Menüsalat. Oder auf selbstgemachte Ravioli mit Käse und Spinatfüllung mit im Gasthof zum Löwen.
Nach dem Essen bezogen wir unsere Zimmer. Nach einer kleinen Verdauungspause folgte bei superschönem Wetter die erste Trainingseinheit. Es standen 80 Minuten gesteigerter Dauerlauf auf dem Programm. Wir joggten vom Hotel an den Fluss, wo wir erst flussabwärts liefen und dann noch die anderen vierzig Minuten wieder flussaufwärts.

Als wir wieder im Hotel gesund und sehr gut gelaunt angekommen waren, freuten wir uns auf eine erfrischende Dusche und auf das sehr feine Abendessen, was ihren Höhepunkt darin fand, dass Susanne Di Christo ihren runden Geburtstag genau im Trainingslager mit uns allen geniessen konnte. Zum Dessert, gab es eine extra im Vorfeld geheim organisierte Überraschung: eine vorbestellte Geburtstagstorte.

Der nächste Morgen begann mit einem reichhaltigen Frühstück. Danach hatten wir eine sportliche Weiterbildung bei Joachim Schulz, „Leichter Laufen“. Darin lernten wir in verschiedenen Übungen, wie wir noch unbeschwerter und leichter und vor allem schneller laufen können, um so noch effektiver trainieren zu können. Als diese Fortbildung vorbei war, ging es gleich darum, das Gelernte umzusetzen und was bot sich nicht besser dafür an, als dies in einem Intervall Training zu testen. Es bestand aus 3x1000m und 800m. Danach freuten wir uns alle sehr, dass es geschafft war und man jetzt noch mit fünfzehn Minuten Auslaufen belohnt wurde.

Aber das war nicht alles, was an diesem Tag sportlich geboten wurde. Wir hatten noch eine Stunde Pilates bei Babara Habegger (da merkt man erst wieder wie ungelenkig man doch ist). Es war enorm effektiv und wir haben viel erfahren, wie wir zu noch mehr körperlicher Fitness kommen können. Beim Laufen braucht man nämlich nicht nur schnelle Beine, sondern auch eine stabile Rumpf, Beckenstabilität und einen klaren Kopf.

Der nächste Tag begann sehr früh mit einem sehr feinen sportlichen Frühstück, das uns die notwenige Kraft für den anschliessenden Berglauf bringen sollte. Danach fuhren wir zum in Fachkreisen genannten Berg des Todes ins Silbertal, wo wir den Kristberg bezwingen mussten. Dieser Berglauf hatte 670 HM und war 14km lang. Alle Läufer kämpften sich nach oben und wurden mit Laola Wellen und unter kräftigem Ablaus der übrigen Läuferinnen und Läufer im Restaurant Kristberg begrüsst. Das Wetter war traumhaft schön, die Sonne schien kräftig und so wurde der Durst erstmal mit einem alkoholfreiem Weizenbier gestillt. Dazu gab es noch eine kleine Portion Kaiserschmarren und alles war perfekt. Manchen Läufern waren die 14km noch nicht genug und so rannten ein Paar von Ihnen ins Tal nach Tschagguns zurück.

Am späten Nachmittag konnten wir uns noch bei einer professionellen Kraft- und Dehneinheit, geleitet von Stefan Schrader, zusätzlich erholen und unsere müde Muskulatur entspannen, aber auch für die letzte Trainingseinheit nochmals kräftigen. Gegen 19 Uhr gab es wie immer ein super feines Abendessen, das immer ein Hochgenuss im Hotel Cresta ist. Später folgte eine Tanzeinheit, die von Sebastian Chaboute angeleitet wurde und grossen Spass und Freude bereitete.

Nun war es wieder soweit und der letzte Tag war gekommen. Wir packten unsere Sachen und machten uns für die letzte Trainingseinheit parat, dieses Mal auf nüchternen Magen. Es stand 40 Minuten Dauerlauf, dann 10 min schnell und 10 min locker Auslaufen auf dem Programm. Nach dem wir auch dieses Trainingsprogramm mit Bravour absolviert hatten, konnten wir frisch geduscht das herzhafte Frühstück in vollen Zügen geniessen. Es waren wieder tolle Tage in Tschagguns. Danke allen die aktiv dazu beigetragen haben und daran beteiligt waren. Es ist jedes Mal einfach wieder unvergesslich schön und sehr effektiv. Besten Dank Euch allen. Nun noch zum Schluss ein paar Impressionen für alle Daheim gebliebenen Sportler.

 

Impressionen aus dem Trainingslager. Fotos: Johannes Bartsch