Lotto-Nachmittag 18. Mai 2014

(Ein geselliger Saisonabschluss)

Am Samstag bereute wohl die eine oder andere Person, die Winterkleider schon eingemottet zu haben. Wie gerne hätte sie ihre kalten Hände in warme Handschuhe gesteckt und die eingefrorenen Ohren mit einer Mütze gewärmt. Da kam es gerade gelegen, dass am Sonntag der Lottonachmittag des Skiclubs stattfand. So würde man den Sonntagnachmittag in einem warmen, heimeligen Saal in Gesellschaft guter Freunde verbringen können.

SC Lotto 2014-01Doch Überraschung, Überraschung. Der Sonntag begann schon früh morgens strahlend und wolkenlos schön und die Temperaturen stiegen von Stunde zu Stunde in schon fast sommerliche Höhe. Trotz des tollen Wetters erschienen jedoch die angemeldeten Skiclübler pünktlich um 14.00 Uhr im Tertianum im Brühl in Höngg zum Lottonachmittag. Zwölf waren es insgesamt, einige mehr als letztes Jahr. Wenn sich die Zahl der Lottoteilnehmenden in diesem Ausmasse weiterhin erhöht, werden wir in ein paar Jahren das Hallenstadion mieten müssen.SC Lotto 2014-04
Wie schon letztes Jahr haben Silvia und Verena diesen Lottonachmittag vorbildlich organisiert. Und auch die vielbeschäftigte Verena traf fast pünklich ein, hatte sie doch ums Haar vergessen, dass an diesem Sonntag nicht nur gelötterlet sondern auch abgestimmt und gewählt wurde und sie, wie es sich für eine vorbildliche Bürgerin geziemt, vorher noch Stimmen zählen musste. Bereits vor Beginn des Lottospiels musste Silvia einen Teil der Gewinne herausrücken, da Bernhard und Käthi mit dem Velo angekeucht kamen und mittels eines Schoggistängels vor dem Verhungern gerettet werden mussten.
Domi (wie immer einsatz- und hilfsbereit) und Silvia verteilten zunächst die Lottoscheine, was offensichtlich schwieriger ist, als man denken könnte. Eigentlich sollte jeder Teilnehmer je zwei Lottoscheine pro Farbe erhalten. Domi jedoch legte grosszügig auch mal drei hin. Wollte er beweisen, dass er bis drei zählen kann? Als dann alle je zwei Scheine pro Farbe hatten und gespannt der Dinge harrten, die da kommen sollten, zog Silvia die Gewinnzahlen. Alle beugten sich eifrig über ihre Scheine, kreuzten die gezogenen Zahlen an und hofften auf den grossen Gewinn. Es ging zu wie im richtigen Leben. Jeder wollte gewinnen und schaute neidisch auf den Nachbarn, der offensichtlich schon viel mehr Zahlen angekreuzt hatte. Misstrauisch fragte man sich, ob das wohl mit richtigen Dingen zugehe. Und genau wie im richtigen Leben gewannen ein paar Wenige

SC Lotto 2014-05alles und die anderen gingen leer aus. Heiri und Bernhard räumten schamlos ab. Sie gewannen sowohl Schoggistängeli als auch Salsiz und Früchtekörbchen. Sie hamsterten, als ob sie zu Hause nichts zu essen hätten. Auch Domi gewann eines der Früchtekörbchen (Familiengemauschel, Bschiss?) und Yvonne durfte ebenfalls sowohl einen Salsiz als auch einen Früchtekorb einpacken. Sie verdiente sich diesen Proviant redlich, war sie doch am Sonntagmorgen bereits an einem OL durch die Gegend gerannt und hatte vor dem Lotto trotzdem kein Schoggistängeli beansprucht.
Nach etwas mehr als einer Stunde waren alle Preise verteilt und es wurde ein leckerer hausgemachter Erdbeerkuchen mit richtigem Schlagrahm (keine Sprühsahne) serviert. Der feine Kuchen verführte dazu, ein zweites oder drittes Mal zuzulangen. Schliesslich wäre es ja schade gewesen, den feinen Kuchen verderben zu lassen. Zu Kaffee und Kuchen erschienen dann auch noch Ruedi und Elsbeth. Sie hatten einen unterhaltsamen Lottonachmittag verpasst, der offensichtlich allen gefallen hat. Und dies, obwohl der Anlass weder mit Skifahren noch Langlaufen oder Schanzengumpen zu tun hatte. Es war jedoch ein gemütliches, geselliges Beisammensein zum Saisonende, nach einem langen, bitter kalten Winter.SC Lotto 2014-21

Nachdem noch ein bisschen geschwatzt, getratscht und gelacht worden war, verliessen die Anwesenden zufrieden mit sich, der Welt sowie mit Silvia und Verena die lustige Runde. Sie alle werden sicher nächstes Jahr wieder mitmachen und vielleicht den einen oder anderen dazu animieren, ebenfalls zu diesem gemütlichen, wenn auch nicht Skiclub-relevanten, Saisonabschluss zu kommen.

Alice Maurer                                                   (Fotos: PeterTobler)