Herbstausflug des TVU 60plus vom 8.9.2016

Herbstausflug vom 8.9.2016: Nervenkitzel inklusive…  

ha-bericht-01Es hat eine lange Tradition, dass beim Herbstausflug von TVU 60plus im Autocar gereist wird. Diesmal war sogar eine Portion Nervenkitzel dabei. Die Strasse von Glarus auf die Schwammhöhe war nämlich stellenweise nur unwesentlich breiter als der Drusberg-Car, und Ausweichstellen waren äusserst rar. So breitete sich auf den hinteren Plätzen in den vielen Kurven und bei Ausweichmanövern bei einigen Fahrgästen leichte Nervosität aus. Und als dann plötzlich der Chauffeur glaubte, er habe die richtige Abzweigung zur Schwammhöhe verpasst, und zu einer Rückwärtsfahrt talwärts von über 100 Metern ansetzte, da wurde es langsam still im Car. Bezeichnend war allerdings, dass die Fahrgäste auf den vordersten Sitzplätzen, welche den Chauffeur bei seinen Manövern von ganz nah beobachten konnten, überhaupt keine Angst auszumachen war. Im Schritttempo, mit ruhigen Bewegungen und mit stupender Sicherheit, steuerte Carlo den Bus rückwärts das Strässchen hinunter. Ein echter Profi am Steuer, das war wirklich Absolut beruhigend.
Doch beginnen wir nun am Anfang der Reise!
ha-bericht-02Die Wetterprognose für den Reisetag war optimal und die 40 Teilnehmer/innen waren entsprechend fröhlich gestimmt, als sie sich auf dem Carparkplatz am Sihlquai besammelten. Chauffeur Carlo hatte seinen Bus rechtzeitig bereitgestellt, so dass die Fahrt Richtung «Zigerschlitz» pünktlich um halb neun Uhr gestartet werden konnte. Das erste Ziel Näfels wurde über die Forch und das Zürcher ha-bericht-03Oberland angesteuert und auch ohne Zwischenfall erreicht. Reiseorganisator Bruno Seiler musste sogar an der Kasse erst noch anstehen, denn «Heiligtümer» wie der Freulerpalast werden erst um 10 Uhr geöffnet. Die Sonderausstellung über die Bekleidungen im Laufe der Zeit bot einen guten Überblick über sämtliche unbequemen Accessoires, welche sich vor allem die betuchten Leute im ha-bericht-04Verlaufe der Jahrhunderte angetan hatten. Mieder, Stehkragen, Manschetten, Stiefeletten – was einengte war hochgradig «Cool» dazumal. Weil der Besuch auch von weiteren, permanenten Ausstellungen individuell gestaltet werden konnte, blieb den einzelnen Teilnehmern genügend Zeit, auch noch für einen Kaffee im benachbarten Tea-Room, sowie für einzelne Einkäufe von Glarner Spezialitäten.
Von Näfels aus ging’s via Glarus zur Schwammhöhe, weil das die ha-bericht-05einzige für einen Car befahrbare Strasse ist. Die Carfahrt wurde bereits eingangs geschildert. Nachdem wir einen Velofahrer mit sanftem Druck gegen das Wiesenbord gedrängt hatten, ging bei uns an Bord des Cars plötzlich die Orientierung verloren, nicht zuletzt, weil bei der Reko von Bruno und Jörg dieser Teil der Strasse nicht befahren werden konnte. So kam es dann zur Rückwärtsfahrt mit einem nicht schlecht staunenden Velofahrer am Strassenrand, der seinen Augen nicht traute, als wir ihm nun schon zum zweiten Mal begegneten. Das dritte Mal holten wir ihn wieder ein, kurz vor der Schwammhöhe, nachdem es sich herausgestellt hatte, dass unserer Fahrtrichtung richtig gewesen und die Rückwärts-Partie gar nicht nötig gewesen wäre…
ha-bericht-06Beim Restaurant Schwammhöhe hatten die Untersträssler/innen vorerst kaum einen Blick für die traumhafte Aussicht auf den Klöntalersee – es mussten zuerst beim Apéro verschiedene Magengruben wieder gerichtet werden. Das Mittagessen enthielt eine Reihe von Glarnerspezialitäten mit Brotsuppe, Glarner Netzbraten und Kartoffelpüree-Kugeln. Dazu ein wunderbares Zimt-Parfait mit Zwetschgen als Dessert. Das Mittagessen war wirklich eine runde Sache und nun war der Blick auf den ha-2016-081türkisblauen Klöntalersee doppelt schön, und er wurde entsprechend auch dutzendfach auf Fotoapparaten und Handys festgehalten.
Die Rückfahrt nach Glarus bot kaum mehr Gesprächsstoff, und in der Kantonshauptstadt bot sich bei einem kleinen Stadtbummel nochmals Gelegenheit zum Souvenirkauf oder zum Konditoreibesuch, um die Beine nochmals etwas baumeln zu lassen.
Die letzte Klippe war dann das Finden des Cars nach den Anleitungen des Reiseleiters (siehe Kästchen). Aber schliesslich waren alle TVU-Reisenden wieder beisammen und bereit für die Lösung der immer wiederkehrenden Frage: Wie komme ich zwischen Fünf- und Sechs Uhr ha-bericht-08abends am schnellsten von der A3 zum Sihlquai. Nachdem man sich bereits einige spätere Anschluss-Verbindungen der SBB herausgesucht hatte, klappte es dann am Schluss doch noch, und der Car landete wie vorgesehen um Viertel vor Sechs an seinem Bestimmungsort. Bei der Verabschiedung durften sowohl der Carchauffeur, als auch unser Organisator Bruno einen herzlichen Applaus als Dank für ihre tadellose Arbeit entgegennehmen. Der Herbstausflug 2016 hatte wieder einmal alles geboten, was man sich im TVU so gewöhnt ist – teilweise sogar noch etwas mehr…

Peter Tobler

 

ha-bericht-09 Wenn vorne – hinter dem Car ist…

Letzte Anweisungen von Organisator Bruno nach der Einfahrt in Glarus und vor dem Aussteigen zum Stadtbummel:
«Wir treffen uns in dreiviertel Stunden wieder, und zwar von hier aus vorne in Glarus. Der Bus wartet dort auf euch.» Schüchterne Zwischenfragen aus der Reisegruppe: «Wo ist vorne in Glarus?»
ha-bericht-10Bruno schaut sich um und deutet dann mit dem Daumen rückwärts gegen den hinteren Teil des Cars: «Vorne ist dort hinten!» Alles klar!
Dreiviertel Stunden später wartet eine Gruppe Untersträssler in der Nähe des Bahnhofs, sieht den Car kommen und begehrt Einlass. Der Car stoppt mitten auf der Hauptstrasse und lässt einsteigen. (Zum Glück keine Busse!) Hundert Meter weiter vorne hält der Car wieder an, natürlich wieder fragwürdig, aber es will eine zweite Gruppe zusteigen, was ebenfalls ohne Busse gelingt. Die dritte Gruppe weiter vorne kehrt um und will dem Car entgegen marschieren, aber der kommt schon ha-bericht-11angefahren, weil er einen weiteren «illegalen» Parkplatz gesehen hat…
Nun wird Appell gemacht, und siehe da es fehlt noch etwa ein halbes Dutzend Passagiere. Die haben wohl «vorne» richtig als «weit hinten» interpretiert und warten am Ende der Hauptstrasse auf die Fahrgelegenheit zurück nach Zürich. Unnötig zu sagen, dass auch diese Gruppe noch auf abenteuerliche Weise aufgeladen wird, ebenfalls ohne Sanktionen.
Fazit: In Glarus gibt es jede Menge Car-Haltestellen «Halt auf Verlangen» und die Glarner Polizei war glücklicherweise noch mit Abschlussarbeiten von der Landsgemeinde beschäftigt…

P.T.

Gäste aus aller Welt

Sie kommen aus aller Welt, um am Herbstausflug des TVU 60plus dabei sein zu können! Die zwei Auslandmitglieder, die diesmal dabei waren, kennen sich noch aus der TVU-Turnfestsektion und erinnern sich noch gut ans Glarner-Bündner Turnfest von 1965 mit der Gastsektion TV Unterstrass Zürich.

ha-bericht-12Kurt Birrer, seit Jahrzehnten auf den Bermudas daheim, verbringt jeden Sommer einige Wochen in der Schweiz und ist bei den TVU-Ausflügen schon bald Stammgast, unverkennbar an seinem „Ami-Hut“…

ha-bericht-13Diesmal waren erstmals auch Roger Treichler und seine Partnerin Jintana Suriyachan aus Thailand angereist und freuten sich, viele von Rogers alten Turnkameraden anzutreffen. Es zeigt sich dabei immer wieder, dass unsere Auslandmitglieder noch einen sehr guten Draht zum TVU haben, und das ist für einen Verein sicher ein gutes Zeichen.

 

–  Bildergalerie vom Herbstausflug

–  Grusskarte vom Herbstausflug