Fahrt ins Blaue vom 14. Juni 2018

TVU 60plus mit dem «Rhyfall-Express» unterwegs 

Die Vorbereitungen auf die diesjährige Fahrt ins Blaue waren für Bruno Seiler und seine Helfer eine echte Herausforderung, besonders um die ganze Logistik zu meistern. Grund dafür war, dass mit der Rundreisetour Schaffhausen, Rheinfall und die deutsche Enklave Jestetten der ZVV-Zonenplan verlassen wurde, was das Lösen eines Spezial-Billetts nötig machte. So erhielten die 45 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach dem Anmeldeschluss genaue Anweisungen, wie ein solches Billett zu lösen sei. Die Aktion war von Erfolg gekrönt und alle Reisenden hatten das richtige Billett im Sack, was allerdings während des ganzen Tages nie kontrolliert worden ist…
Vom Zürcher Hauptbahnhof ging die Reise via Winterthur nach Schaffhausen, wobei in Winterthur schon die nächste Schikane wartete: Innert 3 Minuten musste die halbe Hundert­schaft von Geleise 5 aufs Geleise 7 wechseln, wo dann auch jene Teilnehmer/innen begrüsst werden konnten, welche aus geografischen Gründen direkt nach Winterthur gefahren waren. In Schaffhausen war dann gleich neben dem Bahnhof erst einmal «Kafi/Gipfeli»-Halt, und in der Gartenwirtschaft bot sich die erste Gelegenheit, sich über das warme und sonnige Som­mer­­wetter zu freuen. Nach rund dreiviertel Stunden folgte dann die erste Überraschung: Vor dem Restaurant stand der «Rhyfall-Express» bereit, um die Zürcher Gäste durch Schaffhau­sen an den Rheinfall zu kutschieren. Der Lokführer dieses Touristen-Bähnchens meinte es mit uns besonders gut und schob in die Stadtbesichtigung kurzerhand auch noch eine Fahrt zum Schaffhauser Wahrzeichen Munot ein. Danach steuerte er uns an den Rheinfall, allerdings nicht an den normalen Touristentreffpunkt beim Schlössli Wörth, sondern er machte oben, auf der Höhe der Felsstufe halt, dort wo das Wasser in wilde, weisse Schaumkronen gehüllt, in die Tiefe stürzt. Damit war natürlich ein allgemeiner Foto-Termin angesagt, und die Gelegenheit dieser nicht alltäglichen Perspektive wurde eifrig genutzt. Weil am Schluss beim gemeinsamen Gruppenbild nicht alle Reisenden rechtzeitig erschienen waren und das Gruppenbild somit Mängel aufwies, bot der Lokführer freundlicherweise an, uns auch noch an den Fuss des Rheinfalls zu fahren, wo in einer Art Amphitheater nun wirklich auch die Hintersten und Letzten gemeinsam aufs Bild gebannt werden konnten. Nach über einer Stunde brachte uns der Rhyfall-Express auch noch an die Bahnstation «Rheinfall», von wo aus wir wieder mit der SBB das deutsche Jestetten ansteuerten, wo im Restaurant Löwen das Mittagessen serviert wurde.
Auch hier funktionierte des Reiseleiters Voraussicht vorzüglich, denn die Gesellschaft hatte, nach einem kurzen Marsch von der Bahnstation her, kaum Platz genommen, wurde auch schon der Vorspeise-Salat serviert. Und auch bei den weiteren Gängen zeigte sich das Personal voll auf der Höhe der Aufgabe, so dass die Mittagsverpflegung sehr speditiv aufgetragen und entsprechend genüsslich verspeist werden konnte. Die organisatorischen Anweisungen von Bruno Seiler und die Begrüssung von TVU 60plus-Präsident Jörg Schaad passten in ihrer wohltuenden Kürze gerade noch knapp in die Menü-Zwischenräume…
In Abwesenheit von Kassier Peter Zingg fiel Doris Kuttruff die Aufgabe zu, bei den Teilnehmer­innen und Teilneh­mern den Kostenbeitrag von Fr. 35.– einzuziehen, wobei mit Freude konstatiert wurde, dass der Verein seinen «Subventionsbeitrag» auch noch auf alle konsumierten Getränke ausge­dehnt hatte, weil doch das Billett etwas gewesen teurer war, als in anderen Jahren.
Da wir mit dem Mittagessen erst nach 13 Uhr begonnen hatten, und am Nachmittag nur noch die Heimreise auf dem Programm stand, bot sich im schönen Löwen-Saal genügend Zeit für ausführliche Gespräche und Diskussionen mit seinen Tischnachbarn, wobei die Fussball-WM als Thema noch weitgehend inexistent war.
Weil die Heimreise über Rafz und Bülach mit individuellen Ausstiegsmöglichkeiten versehen war, zeigte sich die einzige kleine Schwäche in den Überlegungen der Organisatoren. Eine Verabschiedung im Zug war schlicht unmöglich, weil sich die Reiseteilnehmer auf verschiedene Wagons verteilten, denn immerhin war ja an diesem Tag auch grosser Schulreisetag, womit die Sitzplätze füglich zusammengesucht werden mussten. All’ jenen, die einer gemeinsame Verabschiedung nachtrauern, darf gesagt werden, dass der nächste Reiseanlass, der Herbstausflug ja schon bald vor der Türe steht, und dort führt die Reise im Car vom Sihlquai in Zürich auch wieder an diesen Ort zurück.
Und den Dank an den Reiseorganisator Bruno hatten die Reisenden ja schon im Wirtshaus Löwen mit grossem Applaus abgestattet.

Peter Tobler

– Reisesplitter
– Kartengruss von der Fahrt ins Blaue
– Bildergalerie von der Fahrt ins Blaue (in Bearbeitung)