Engagiert und laufbegeistert

Paul Etter geniesst den Austausch unter Laufbegeisterten in der Laufgruppe des LAC TV Unterstrass. Vor allem auf Bergläufe ausgerichtet motiviert ihn die Freude auf unvergessliche Erlebnisse, die er gerne mit den anderen Mitgliedern teilt.

Paul Etter teilt seinen reichen Erfahrungsschatz in der Laufgruppe

Paul Etter teilt seinen reichen Erfahrungsschatz in der Laufgruppe

Paul, wie bist du zum Laufen und zur Laufgruppe des TV Unterstrass gekommen?

Seit meiner Kindheit pflegte ich sportliche Aktivitäten, zuerst im Fussball und später während der Primarschule im Handball. In dieser Mannschaftssportart spielte ich zuletzt in der National-Liga B bis zum Beginn meines Maschinenbaustudiums. Ab da hiess es, eine sportliche Alternative zu finden, denn Beruf, Studium und Mannschaftssport sprengten den Rahmen dessen, was ich leisten konnte.

Das Laufen bot sich als flexible Ergänzung an. Zuerst startete ich alleine, nach und nach interessierte ich mich immer mehr für diese Sportart (Training; Ernährung etc.) und so begann ich, an ersten Läufen teilzunehmen. Auf diese Weise kam ich zum Silvesterlauf, bei dem ich die angebotenen Vorbereitungstrainings nutzte.

Im Kontakt mit Matthias Kuster und André Kägi wurde ich um die Jahrtausendwende Mitglied im TVU und in der Laufgruppe.

 

Worauf trainierst du vor allem?

Mit der Vorbereitung auf den ersten Marathon (Jungfrau) stieg ich einerseits in die Betreuung einer Trainingsgruppe ein und anderseits entwickelte ich erste Trainingspläne, welche ich in enger Zusammenarbeit und mit Unterstützung von Matthias und André ausführte.

Wohnhaft in der Linthebene, umgeben von Hügeln und Bergen, war für mich klar, dass ich mich schwerpunktmässig vor allem für Berglauf-Trainings spezialisieren wollte. Deshalb stehen bei mir nach wie vor die Bergläufe bzw. Wettkämpfe im Vordergrund.

Der erste Jungfrau-Marathon war für mich ein unvergessliches und gleichzeitig äusserst positives Ereignis (trotz Regen, Schnee und Kälte). Lieferte es mir doch die erste grössere Bestätigung für die vorangegangene Vorbereitungsphase (Trainings/Ernährungspläne etc.).

 

Was reizt dich an Bergläufen besonders?

Das Berglaufen erfordert eine vielseitige Vorbereitung (Trainingszustand, Klima, Wärme), insbesondere für das Training in den Bergen, und liefert gleichzeitig eindrückliche Sinneserlebnisse, die sich einem einprägen und in mir eine tiefe Zufriedenheit hinterlassen. Beispielsweise wenn man morgens beim Sonnenaufgang im Sommer auf dem kleinen Aubrig auf 1642 Meter Höhe das Zwischenziel erlaufen hat.

 

Was gefällt dir am Training und wie trainierst du in der Laufgruppe?

Ich schätze die Betreuung und das Laufen in der Gruppe. Da die Teilnehmenden jeweils in Anbetracht ihrer aktuellen körperlichen Fitness entscheiden, in welche Laufgruppe sie sich einteilen, erhalte ich die Chance, unterschiedliche Teilnehmende kennenzulernen und individuell auf deren Bedürfnisse einzugehen. Dies ermöglicht mir, mich im Laufbereich auf dem Laufenden zu halten (nicht nur wortwörtlich).

Das Beobachten und Wahrnehmen der Entwicklung der einzelnen Laufgruppen-Mitglieder gibt mir die Gelegenheit, auch auf ihre individuellen Anregungen einzugehen und diese – kombiniert mit meiner eigenen Erfahrung – weiterzugeben.

Vor allem die (auch eigene) Teilnahme an den Wettkämpfen liefert mir den Vergleich zwischen der theoretischen und praktischen Arbeit und dem erreichten Wettkampfresultat bzw. persönlichen Erlebnis.

Das jährliche Trainingsweekend resp. -lager, aber auch die verschiedenen, organisierten Vorträge (Prävention, Nahrung; Wettkampfpläne etc.) während des Jahres motivieren und ergänzen die Arbeit mit der Laufgruppe.

Der Besuch von Weiterbildungskursen bei Swiss Athletics ermöglicht mir, Neues kennenzulernen und einen Erfahrungsaustausch mit anderen Läuferinnen und Läufern zu pflegen und so der Laugruppe das Wissen adäquat weiterzuvermitteln.

 

Hast du dich noch anderweitig im Verein engagiert?

Interessant war es für mich, während des Jahres 2004 als GL-Mitglied LAC TV Unterstrass, einerseits den Generationenwechsel u.a. mit Christoph Widmer mitzuerleben und anderseits im Rahmen dieser Aufgabe in der Projektgruppe des Silvesterlaufes den Helfereinsatz zu koordinieren.

Beide Aufgaben boten mir einen Einblick in der Notwendigkeit des freiwilligen Helfereinsatzes im Rahmen des LAC TVU. Dieser Einsatz ist eine fundamentale Stütze des Clubs für die Weiterentwicklung unter der Regie der aktuell besetzten GL des LAC.

 

Was sind deine Ziele?

Das Läuferleben in vollen Zügen geniessen und stets Neues erlernen!

Das Leben bietet einem viel Erfahrung im positiven wie auch im negativen Sinne. Analog verhält es sich im Laufsport – sei es mit sportlichen Erfolgen oder mit Verletzungen. Für mich persönlich gilt es, zwischen den Wettkämpfen bzw. Bergläufen und grösseren Trainingsumfängen altersgerecht die Erholungsphasen kontinuierlich auszubauen und zu beachten (was mir nicht immer so leicht fällt).

Aber auch nach dem Training in der Laufgruppe gibt es im Kraft- und Dehnbereich noch Potenzial zur Verbesserung. Dabei denke ich an das letzthin erhaltene Feedback einer Teilnehmerin, dem Einbezug der unterschiedlichen Leistungsgrenzen vermehrt Beachtung zu schenken.

Letztendlich ist das Leben in der LAC TVU Laufgruppe nichts anderes als ein Spiegel des alltäglichen Lebens, aber mit der Möglichkeit, dass ich an diesem Mikrokosmos freiwillig und bewusst aktiv teilnehme und dies in vollen Zügen geniessen darf.