Donnerstag-Hock mit Afrika-Erlebnissen

Donnerstag-Hock vom 12. April 2018:
Reise durch Namibia und Botswana: «Hühnerhaut aus zweiter Hand» 

Als Peter Zingg, unterstützt von Susi am Bildprojektor, bei seinem Bericht über ihre Reise nach Südwestafrika davon erzählte, wie plötzlich ein ausgewachsener Löwe neben dem Auto stand, oder wie in der Nacht beim Gang auf die Toilette glühende Augen aus dem Gebüsch leuchteten und die Geräusche eines Kampfes durch den Busch hallten, da erlebten die 33 Besucher/innen am Donnerstag-Hock im April das Gruseln sozusagen aus zweiter Hand, aber die Hühnerhaut, die sie beschlich, war echt…
«Selbstfahrer Abenteuer Rundreise durch Namibia und Botswana» das war der Titel, unter dem Susi und Peter Zingg eine Ferienreise der besonderen Art gebucht hatten. Es war eine abenteuerliche Reise in eigenen Autos, gefahren von den Reiseteilnehmern, aber gut betreut von ortkundigen Guides und durchgeführt unter grösstmöglichen Sicherheitsvorkehrungen. Das Gruseln vor Ort hielt sich also sicher in Grenzen und wurde aufgewogen durch grossartige Einblicke in die Pflanzen- und Tierwelt im südlichen Teil von Afrika. Dabei entstanden unvergessliche Eindrücke im Hirn und mehrere tausend Fotos auf den Kamera-Chips der Familie Zingg.
Wie immer hatten sich Peter und Susi sehr aufwändig und kompetent auf den angekündigten Reisebericht vorbereitet, nachdem sie sich daheim durch rund 4000 Fotos «gepflügt» und eine repräsentative Auswahl davon herausgefiltert hatten. Und weil Peter ein grossartiger und fesselnder Erzähler ist, bekamen die vielen Gäste während fünf Viertelstunden ein Potpourri von spannenden Abenteuern und lustigen Erlebnissen serviert, welche mancherorts den Wunsch nach eigenem Erleben ausgelöst haben dürfte.
In Windhoek, der Hauptstadt von Namibia wurden die raffiniert ausgerüsteten und geländegängigen Fahrzeuge übernommen, welche für die nächsten paar Wochen als Reisemobile eine Hauptrolle spielen würden. Von Windhoek im Zentrum von Namibia aus ging die Fahrt in Richtung Osten ins Nachbarland Botswana.
Dort fuhr man auf zum Teil sehr gewöhnungsbedürftigen «Stras­sen» (ungeteert, holperig und staubig) über das Okavango-Delta bis an die Nordgrenze des Landes und machte einen kurzen Abstecher nach Simbabwe zu den berühmten Viktoria-Fällen als weiterer bedeutender Sehenswürdigkeit auf dem afrikanischen Kontinent. Das war zugleich der Wendepunkt der Reise, die im Norden von Botswana und Namibia in westlicher Richtung durch weitere Nationalparks und Tierreservate bis zum Etosha National Park führte. Von dort erreichte man in südlicher Richtung, und mit einem Abstecher in die Küstenregion von Cape Cross / Swakopmund, nach drei Wochen wieder den Ausgangsort Windhoek.
Anhand der vielen Bilder präsentierten Peter und Susi ihre Erinnerungen an grossartige Szenen von Tierherden bei Wasserlöchern oder von kitzligen Durchquerungen von Wasserläufen als «Selbstfahrer mit europäischem Hintergrund» in afrikanischen Verkehrsverhältnissen. Schliesslich war ja ein bisschen Hühnerhaut im Preis inbegriffen…
Und am Schluss durften unsere beiden Abenteurer begeistert und glücklich melden: «Alles gut gegangen, Menschen und Maschine unbeschädigt wieder zurück, und die Dutzenden von ungewöhnlichen Begegnungen und Erlebnissen sicher im Laptop gespeichert!»
Die Zuschauer/innen von TVU 60plus verdankten die Möglichkeit, die Abenteuerreise dank der grossartigen Präsentation selber fast authentisch mitzuerleben, mit rauschendem Applaus und herzlichem Dank an Susi und Peter. Vielleicht wurden so neben den Zinggs weitere neue Afrika-Fans geboren. «Namibia und Botswana: Achtung – fertig – los!»

Peter Tobler